Faroe Islands Blog 2020

Travel

Faroe Islands - Färöer Inseln

Impressions and travel informations about the photo tour at Faroe Islands in September 2020.

Covid-19 und die Quarantäne

Es war alles andere als einfach, im Coronajahr 2020 auf die Färöer Inseln zu kommen. Flüge werden gestrichen und x-fach verschoben. Die Einreisebedingungen ändern sich wöchentlich.

Einig Sachen sind mir aber positiv aufgefallen, wie z. B. das geordnete ein-  und aussteigen aus dem Flugzeug. Das könnte wegen mir gerne bestehen bleiben, weil es für mich bei jedem Flug langwierig ist den Fotorucksack im Handgepäck zu verstauen oder herauszuholen und einen gewissen Stress verursacht, weil ich alles blockiere. Diesesmal war es wesentlich entspannter.

Am Flughafen Vágar gelandet, wurde ein Coronatest von allen Passagieren gemacht. Die Pasagier- und Kontaktdaten die man zuvor online angegeben hatte werden nochmals kurz gecheckt und schon kommt das Stäbchen in den Mund.

Dann hieß es ‚Qurantäne‘ in der Unterkunft. Von unserem Gastgeber mit selbstgebackenem Brot, Rabarbermarmelade, Butter, Käse versorgt und Whisky vom Duty Free Laden treten wir die Quarantäne an. Am gleichen Tag nachts kam das Testergebnis. Alle negativ!

Wir können die Tour beginnen.

Saksun – Bour – Mulafossur

Nach dem Abbiegen von der Landstraße bei Streymnes, führen die lezten Killometer auf einer asphaltierten Single-Track-Road durch ein malerisches Tal mit meanderndem Bachlauf, bis zum Örtchen Saksun.

Von dort aus können zahlreiche Wanderungen mit Überschreitung des Bergkammes unternommen werden, z. B. um in die Orte Tjørnuvík oder Haldórsvik zu wandern.

Wir haben uns das Dorf und die historischen Gebäude mit den grasbewachsenen Dächern angeschaut. Alles von Außen, weil das Museum geschlossen hatte.

Die 35 minütige Wanderung durch die Lagune zum Strand von Saksun haben wir wegen Flut verschoben. Die Tour ist nur bei Niedrigwasser möglich.

Also ging es ein Stück bergauf, am Wasserfall entlang, den steilen rutschigen Wiesnweg nach oben, der dem Wanderer einiges an Koordination und Balance abverlangt.

Zwischenstop in Bour,mit absolut tollen Blicken über und aus dem Dorf auf die Felsinsel Tindhólmur und den Drangarnir.

Der Parkplatz zum Aussichtspunkt für ‚den Fotospot‘ der Färöer Inseln wurde zu unserer Überraschung in das Dorf Gásadalur verlegt. Dort gibt jetzt eine kleine saubere WC-Anlage, die für Reisende durchaus wichtig sein kann…

Vom Aussichtspunkt, der leicht zu Fuß zu erreichen ist, hat man den bekannten Blick auf den Wasserfall Mulafossur und den Ort Gásadalur. Es war an dem Abend absolut nichts los, wir waren unter uns, das ist äußerst ungewöhnlich für so einen beliebten Spot!

Ein Versuch die Aussicht vom

Klakkur zu genießen.

Heute hieß es früh aufstehen, wir wollen die Morgenstimmung an  den Fjorden um die Insel Kalsoy vom Klakkur aus fotografieren.

1:15 h Anfahrt zum Parkplatz, mindestens 45 min. Gehzeit zum Gipfel. Ohne Fotostop!

Schöne Wolken hängen vereinzelt an den Bergen oberhalb von Klaksvík auf dem Weg nach oben und die Hoffnung auf einen tollen Blick sowie Bilder von der Gipfelaussicht manifestierte sich.

Aus dem Auto raus, Rucksack auf den Rücken, Kamera in der Hand, so geht es durch das obligatorische Tor, dass den Zugang auf die Schafweide für Wanderer ermöglicht.

Wolken kommen und gehen. Auf den Nachbarinseln erschienen immer wieder Gipfel und Orte durch die Wolken. Sonnenstrahlen beleuchteten die herbstgrünen Wiesenhänge. Herrlich!

 

Vorbei an spiegelnden Wasserflächen durch ein kleines Hochmoor weiter zum Gipfel, hinauf über einen steilen Wiesnhang zum Gipfelkam.

Der Gipfel selbst ist nicht schön. Zwischen Sendemasten, Wetterstationen und den dazu gehörigen Bauten schlängelt sich der Pfad zum Aussichtspunkt.

Kräftiger Wind kommt auf, eine mächtige dichte Wolke setzt sich fest und wir stehen im Nebelregen, die Sichtweite sinkt auf höchstens 30 – 50 Meter. So verharren wir fast eine Stunde oben am Klakkur und geben dann auf.

Etwas unterhalb wird die Sicht wieder besser aber es regnet diesen feinen Regen, der einem kalten Dampfbad gleich kommt und überall hin kriecht.

Einstimmig sind wir der Meinung, dass wir uns Jetzt einen Kaffee und ein Frühstück verdient haben. Ohhh, war dieses Frühstück gut!